Reisebericht Providence 2000 Teil 12 |
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Ich sollte mal besser nicht in den Kalender schauen, den der zeigt heute Freitag - nicht der dreizehnten aber der zweiundzwanzigste. Nur soviel, es ist nicht gerade kurz vor Weihnachten, sondern etwas später... Hier also nun der letzte Teil des Reiseberichts.
Nach unserer Rückkehr von Toronto trafen wir uns mit zwei ehemaligen Schulkameraden, die gerade Providence besuchten. Christoph kam gerade von seinem einjährigen Uni-Aufenthalt in New Orleans und Simone war zum urlauben in USA. Zusammen fuhren wir nochmal für einen Tag nach Cape Cod. Wale anschauen war diesmal nicht, weil es zu windig war. Stattdessen haben wir uns die Stufen des kleinen Türmchens in Provincetown hochgequält um danach den tollen Aufkleber "We made it" zu erhalten. Abends gings zu einem superschönen Sonnenuntergang an die andere Seite von Cape Cod und danach gabs Krabbenessen im Lobster Pot in Provincetown.
Ein paar Tage später machte sich dann auch meine Freundin wieder auf den Rückflug nach Deutschland, auch Christoph und Simone waren zu ihrer USA-Rundreise, die auch Kanada streifte, aufgebrochen. Auch mein Aufenthalt neigte sich dem Ende entgegen, neben einer Abschiedsfeier von Jan und Niko, einem weiteren Ausflug nach Boston und meiner eigenen Abschiedsfeier gabs eigentlich nicht mehr viel erwähenswertes.
So, damit endet mein Aufenthalt in Providence und damit auch dieser Reisebericht. Alles in Allem hatte ich echt eine schöne Zeit in den Staaten. Providence ist zwar ein ziemliches Nest aber eigentlich gefällt es mir dort relativ gut, es ist halt nicht dieses furchtbare Großstadtniveau. Dennoch denke ich, daß ich es in USA nicht sonderlich lange aushalten würde, die Leute haben halt einfach einen Hau weg. Erstens scheinen sie so ziemlich alles mit sich machen zu lassen, das sieht man schon beim Thema Datenschutz aber auch beim Thema Umwelt und Politik. Außerdem schwätzen sie einem doch recht viel das Ohr ab und tatsächlich was zu tun und an diese Mentalität kann ich mich nicht so recht gewöhnen. In Kanada scheint mir das etwas besser zu sein, aber dazu müßte man dort auch erst mal ein paar Monate leben, mal abgesehen davon, daß auch hier lokale Unterschiede recht gravierend sein können. Dennoch kann ich jedem Studenten raten, mindestens einmal im Ausland gewesen zu sein, im späteren Leben bleiben dazu einfach nicht mehr die Möglichkeiten. In Deutschland gibt es unzählige Förderprogramme, die so einen Aufenthalt wirklich einfach machen, angefangen beim DAAD oder den verschiedenen europäischen Austauschprogrammen wie Sokrates oder Erasmus. Einfach mal an der Uni oder Hochschule nachfragen!

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2000/2001 by Martin
Girschick
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