Reisebericht Providence 2000 Teil 4 |
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Jeppa, Teil vier ist da. Noch immer mit einem Delay von einer Woche versuche ich mich mal dran zu erinnern, was letztes Wochenende so alles passiert war. Dieses Wochenende dürfte nicht so viele Begebenheiten aufweisen, daß Wetter hatte heute Vormittag schon auf Gewitter hingedeutet und die haben sich auch prompt vor ein paar Stunden entladen, mal sehen ob das am Wochenende noch großartig besser wird.
Einige von Euch dürften ja Martin Hirzel kennen. Wir haben uns über den Spieleabend der Fachschaft Informatik in Darmstadt kennengelernt, er hat im selben Jahr mit Informatik angefangen wie ich. Bereits letztes Jahr hat er den Sprung über den großen Teich geschafft um ein Jahr in Boulder (Colorado) Informatik mit Abschluß Master zu studieren. Da es ihm dort so gut gefallen hat, hängt er nun noch weitere drei Jahre für einen Ph.D. dran. Zwischendrin macht er ein Praktikum bei Compaq. Da sein Arbeitsplatz nicht allzuvweit weg ist von Providence, bot es sich sozusagen mal an, einfach vorbeizuschauen, was ihm dann auch prompt diesen Samstag gelungen ist.
Wir zogen zusammen also nochmals los, Providence zu erkunden, dabei fanden wir dann auch endlich mal das Visitors-Center, was leider nicht an dem auf allen Karten eingezeichneten Punkt ist, sondern inzwischen in einem Konferenzhotel weilt, das in dem Gebäude links von der Shopping-Mall Providence Place liegt. Weiter gings in die Thayer-Street und dabei quer durch die Brown-Universität, die voller Menschenmassen war, da gerade Graduation-Zeit ist. Nach einem kleinen Mittagessen machten wir uns auf den Rückweg zum Brookhouse, nicht ohne zwischendrin noch das RISD (Rhode Island School of Design)-Museum zu besuchen, daß glücklicherweise an diesem Tag freien Eintritt bot. Neben vielen älteren Sachen, wie man sie halt in Museen findet hat dieses Mueseum unter anderem einen recht großen Buddha und natürlich sehr viele Objekte der RISD-Studenten.
Zurück
im Brookhouse beschlossen wir mit Martins Leihweigen zusammen mit Inno, Christian
und Sabine nach Newport zu fahren. Die
Fahrt dauerte länger als wir zuerst dachten, aber Newport ist ein ganz
nettes Städtchen direkt am Meer gelungen. Berühmt ist es vor allem
wegen des Yachthafens in dem angeblich die edelesten Yachten reicher Amerikaner
liegen sollen, leider läßt sich vom Strand aus davon nicht allzuviel
erkennen. Auch recht bekannt ist der Ocean Drive, eine recht kurvige Straße
an der Küste entlang an der sich viele ältere und jüngere Villen
befinden. Auf einer Wiese lassen einige Leute Drachen steigen, da es natürlich
an der Küste recht windig ist. Und schon war auch wieder der Tag rum und
des wurde Dunkel, nach einer kurzen - in USA ja recht günstigen - Tanksession
gings dann wieder zurück nach Providence. Wenn sich nochmal die Gelegenheit
bietet werden wir bestimmt nochmal in den nächsten Wochen treffen.
Auch der Sonntag war von übermässiger Aktivität geprägt. Roger hatte sich angeboten, uns in die nahegelegene Wrentham-Premium-Outlets Shopping-Mall zu fahren. Dort wurden bestimmt fünzig kleine Läden in einer Anlage zusammengefasst. Alle sind sogenannte Outlet-Stores die direkt vom Hersteller beliefert werden und deshalb die Waren billiger anbieten können. Teilweise ist auch leicht fehlerhafte Ware dabei, die dann nochmal billiger verkauft wird. Sabine und Anton fuhren also mit und von 11 bis 15 Uhr haben wir zusammen versucht mehr oder weniger in alle Läden mal kurz reinzuschauen. Ich hab' mich dabei mit einigen Klamotten eingedeckt. Alles in allem eine runde Sache.
Damit der Abend nicht langweilig wird stand auch schon das nächste Ereignis an. Während des ganzen Sommers gibt es alle zwei bis drei Wochen den sogenannte Waterfire Providence Event. Dabei wird auf dem Providence River auf einer Länge von ca. 500 Metern in regelmässigen Abständen ein Feuer angezündet, dazu gibt es verschiedene Musik und natürlich alles mögliche zum Essen. Bei Sonnenuntergang gings los und es war eine Menge los, bestimmt mehr als 10.000 Menschen tummelten sich am Ufer und schauten dem Feuer zu. Ein super Erlebnis, das man nicht verpassen sollte, wenn man in den Sommermonaten nach Providence kommt.
Nach diesem recht ereignissreichen Wochenende sollte nun so langsam der Alltag einkehren. Mehr dazu im Teil 5.